Netzwerkkonferenz 2023

"Gemeinsam vernetzt für Familien" - erste bundesweite Netzwerkkonferenz

Am 30.11. und 01.12.2023 fand in Berlin die erste bundesweite Netzwerkkonferenz im ESF Plus-Programm „ElternChanceN – Mit Elternbegleitung Familien stärken“ statt.

Bundesfamilienministerin Lisa Paus würdigte die Arbeit der 64 "Netzwerke Elternbegleitung" und betonte, dass die Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter heute zu Recht stolz auf das Erreichte sein können.

Nach einer Keynote der Schuldirektorin und Bestsellerautorin Silke Müller zum Thema „Wir verlieren unsere Kinder!“ kamen die Teilnehmenden in acht praxisorientierten Workshops zusammen, um bewährte Praktiken zu teilen, innovative Ansätze zu diskutieren und neue Perspektiven zu eröffnen.

In einer anregenden Gesprächsrunde am ersten Konferenztag diskutierte Prof. Dr. Julia Lepperhoff (Leiterin des Kompetenzteams "Frühe Bildung in der Familie" an der Evangelischen Hochschule Berlin) mit den Podiumsgästen

  • Marc Nellen, Abteilungsleiter „Familie & Digitales“ im Familienministerium,
  • Annette Berg, Direktorin der Stiftung SPI,
  • Timo Ziomkowski, Netzwerkkoordination Standort Lüdenscheid, Jugendamt – Kindertageseinrichtungen und
  • Heike Schiele, Netzwerkkoordination Standort Hemmingen, Kita Laurentiusstrasse

die Frage, vor welchen Herausforderungen Familien heute stehen und wie sie damit umgehen.

Die erste bundesweite Netzwerkkonferenz in Berlin war eine Plattform des Austauschs und der Vernetzung. Am zweiten Konferenztag standen die vielfältigen Netzwerke, die Familien in besonderen Lebenslagen stärken, im Mittelpunkt. Dr. Jan Lorenz Wilhelm, Berater, Coach und Prozessbegleiter regte die teilnehmenden ElternChanceN-Standorte zu einem Austausch ihrer Erfahrungen über Herausforderungen und Gelingensfaktoren der Netzwerkarbeit in Tandemgruppen an.

Zusammengebunden wurde das vielseitige und abwechslungsreiche Programm durch eine mitreißende Moderation und ein abschließendes Plädoyer des Poetry Slammers Lars Ruppel.

Wir danken allen Mitwirkenden für die erfolgreiche Netzwerkkonferenz.

Video-Zusammenfassung

Dokumentation der Netzwerkkonferenz

Silke Müller ist Digitalbotschafterin, Schuldirektorin und Bestsellerautorin „Wir verlieren unsere Kinder – Warum soziale Netzwerke einem Haifischbecken gleichen“.

Die bebilderte Keynote Speech von Silke Müller können Sie hier herunterladen.

Koordination und „Zusammenbinden“ der beteiligten Partner, um eine passgenaue Angebotspalette für die Eltern vor Ort aufzustellen – das ist die Ziel der Netzwerke Elternbegleitung. Wie kann das gelingen?  In der praktischen Arbeit stellen sich zahlreiche Fragen und zeigen sich vielfache Hürden im Großen wie im Kleinen.

In diesem Workshop erfolgt ein kurzer fachlich-inhaltlicher Input zur theoretischen Einordnung und Begriffsbestimmung: Was ist der Unterschied zwischen einer Kooperation und einem Netzwerk? Wie gestalte ich aktiv die dynamischen Beziehungen in meinem lokalen Netzwerk? Und wie entsteht so Mehrwert für Familien, Elternbegleiter*innen und Partner?  

Die Teilnehmenden werden interaktiv und mit konkreten Übungen angeleitet, um Gelingensbedingungen für die eigenen Rahmenbedingungen besser erkennen zu können und konkrete Handlungsansätze mitzunehmen.

Workshop-Team:
Simone Horn, Dozentin, Trainerin und Prozessbegleiterin ECN
Ingrid Bethge, Dozentin, Trainerin und Prozessbegleiterin ECN

Die Fotodokumentation des Workshops können Sie hier herunterladen.

Die Begleitung von Eltern in der frühen Förderung und Bildung – also vor Schuleintritt – konnte in den letzten Jahren stark ausgebaut werden und nimmt vermehrt positiven Einfluss auf die Bildungswege von Kindern. Durch den Ausbau von Ganztagsangeboten gerät die Schule als wichtige Kooperationspartnerin zunehmend in den Blick, Erfahrungen und Ansätze werden nun verstärkt auf diesen Bereich übertragen und erprobt. Schulen öffnen sich dabei als Anlaufstelle für Eltern und den Sozialraum. Durch die Verbindung von schulischen und familiären Kontexten entstehen wichtige Erziehungs- und Bildungspartnerschaften. Lücken in der Präventionskette, die nach der Kita mit Schuleintritt noch bestehen, können so geschlossen werden.

In diesem Workshop werden Beispiele einer vernetzten Zusammenarbeit mit Grundschulen und deren Beitrag zu funktionierenden Präventionsketten vorgestellt. In Nordrhein-Westfalen, Berlin und Sachsen wird mit dem Aufbau von Familien(grund)schulzentren modellhaft der Ausbau eines multiprofessionellen Netzwerks zur Unterstützung von Familien gefördert. Der Workshop bietet den Beteiligten die Gelegenheit, anhand dieser Beispiele – und darüber hinaus – praxisnah die eigenen Erfahrungen im Aufbau entsprechender Strukturen zu reflektieren und sich zu Hindernissen, wichtigen Erfolgsfaktoren sowie dem Mehrwert solcher Kooperationen auszutauschen.

Workshop-Team:
Selina Chwoika, EHB Kompetenzteam „Frühe Bildung in der Familie“
Annika Ahrens, Kommunale Koordination Familiengrundschulzentren Mönchengladbach
Claudia Kirsch, Koordination an zwei Familiengrundschulzentren Mönchengladbach

 

Die Präsentation des Workshops können Sie hier herunterladen.

Die Fotodokumentation des Workshops können Sie hier herunterladen.

Viele Familien sind von schwerwiegenden Belastungen betroffen. Das kann unterschiedliche Gründe haben: die finanzielle Situation, psychische Erkrankungen der Eltern oder Kindern oder generelle gesundheitliche Einschränkungen der Familienmitglieder. Familien mit besonderen Belastungen können sozial und gesellschaftlich benachteiligt sein. Aus diesem Grund sind die Begleitung und Unterstützung der Eltern besonders wichtig, damit die Kinder gleiche Teilhabe- und Bildungschancen haben.   

In diesem Workshop werden Beispiele von Angeboten gegeben, mit denen die betroffenen Eltern gut erreicht werden können und gezielte Unterstützung erhalten. Anhand dieser Beispiele – und darüber hinaus – reflektieren die Beteiligten die Akteurslandschaft bei sich vor Ort. Der Workshop bietet die Gelegenheit, sich über Unterstützungsstrukturen und -ansätze auszutauschen.

Workshop-Team:
Gośka Soluch, Trainerin, Referentin, Supervisorin
Marianne Heuer, ECN-Netzwerkkoordination: Starke Familien, Neubrandenburg (Johanniter Unfallhilfe e.V. Regionalverbund Mecklenburg-Vorpommern)

Die Präsentation des Workshops können Sie hier herunterladen.

Seit 2015 sind ca. 2 Millionen Menschen nach Deutschland zugewandert bzw. geflüchtet, darunter ein Drittel minderjähriger Kinder. Durch den Ukraine Krieg sind seit dem Frühjahr 2022 ca. 1,1 Millionen Menschen nach Deutschland geflüchtet, vor allem Frauen mit Kindern. Geflüchtete Familien haben spezielle Bedarfe und für eine gelingende Integration ist es wichtig, diese in den Unterstützungsangeboten zu berücksichtigen.

In diesem Workshop werden Beispiele vorgestellt, wie niedrigschwellige Angebote die Integration von geflüchteten Familien erleichtern. Es wird aufgezeigt, welche besonderen Bedarfe es gibt und wie Elternbegleiter diese Familien kultursensibel und lösungsorientiert begleiten und unterstützen können.

Workshop-Team:
Musa Almunaizel, Geschäftsführer Lebenshilfe iKita gGmbH und pädagogischer Leiter
Angela Wilhelms, ECN-Netzwerkkoordination „SelbstLernVerbund - Elternchancen in der Gartenstadt Süd“ (Vereinigte Evangelische Gemeinde Bremen Neustadt)

Die Präsentation des Workshops können Sie hier herunterladen.

Die Fotodokumentation des Workshops können Sie hier herunterladen.

Die Beteiligung von Eltern und Kindern ist ein wichtiger Ansatz für Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe in ihrer gesamten Bandbreite. Bildungsprozesse von Kindern zu unterstützen bedeutet immer, Teilhabe zu ermöglichen und die Familien bewusst einzubinden. Wichtig dabei: Mitbestimmen, nicht über sie bestimmen! Wenn es gelingt, Eltern ganzheitlich zu beteiligen, kann daraus eine aktiv gelebte Demokratiekultur in der Grundschule, dem Familienzentrum oder sogar dem Stadtteil entstehen.

In diesem Workshop wird zunächst beleuchtet, wie sich Elternbegleitung einordnet in Partizipationsprozesse insgesamt. Anhand von Beispielen wird aufgezeigt, welchen Mehrwert Elternbegleitung hier entfalten und wie Elternbegleitung als Angebot zur Beteiligung praktisch umgesetzt werden kann. Der Workshop bietet den Beteiligten die Gelegenheit, sich anhand dieser Beispiele darüber auszutauschen, wie Elternbegleiter:innen Familien mit ihren Bedarfen und Interessen „abholen“ können und diesen das Einbringen ihrer Stärken und ihres Engagements ermöglichen. 

Workshop-Team:
Frau Dr. Verena Wittke, Referentin Familienbildung AWO Bundesverband e.V.
Monika Hofmann, ECN-Netzwerkkoordination „StartChanceN für Familien in Schweinfurt“ (Diakonisches Werk Schweinfurt e.V.)

Die Präsentation des Workshops können Sie hier (Von der Elternbegleitung zur Elternbeteiligung) und hier (Demokratie - Inhalt) herunterladen.

Die Fotodokumentation des Workshops können Sie hier herunterladen.

Familien stehen vor zahlreichen Herausforderungen: Die Folgen der Pandemie, die Vereinbarkeit mit dem Beruf und nicht zuletzt die finanzielle Situation - jede fünfte Familie in Deutschland ist von der Armut betroffen. Das krisensichere Aufwachsen muss jedoch sowohl für Klein- als auch Schulkinder gewährleitet werden. Kinder aus den armutsbelasteten Familien haben ein hohes Risiko psychosozialer Belastung, weniger Ressourcen zur Bewältigung des Schulalltags und den damit verbundenen Leistungsanforderungen und sind oft weniger sozial integriert. Präventive Maßnahmen auch in Zusammenarbeit mit z.B. der Grundschule können einen nachhaltigen Unterschied für die weitere kindliche Entwicklung bedingen.

Workshop-Team:
Dr. Sabine Hübgen, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Familienpolitik und Familienförderung Berlin
Cristina Rico Cubells, Elternbegleiterin an einer Grundschule (AWO Kreisverband Südost e.V. Berlin)
Merle Amelung, Elternbegleiterin in der Frauenberatung (AWO Kreisverband Südost e.V.)

Die Präsentation des Workshops am 30.11.23 mit Dr. Sabine Hübgen können Sie hier herunterladen.

Die Präsentation des Workshops am 01.12.23 mit Regine Schefels können Sie hier herunterladen.

Die Bedeutung digitaler Kompetenzen hat in den letzten Jahren in unserer Gesellschaft stark zugenommen: Pandemiebedingt wurden für die Elternbegleitung passende Formate weiter- oder auch ganz neu entwickelt. Es ist ganz klar: Digitalisierung und der Einsatz von digitalen Medien ist Teil der Lebenswirklichkeit von Familien, von Kindern – und auch von Fachkräften in familienbildenden Einrichtungen. Für Träger, Einrichtungsleitungen und Fachkräfte von Kindertageseinrichtungen ist es deswegen wichtig, sich mit Digitalisierung aktiv auseinander zu setzen.

In diesem Workshop stehen die Reflektion der eigenen Haltung und die Entwicklung von Handlungsmöglichkeiten für eine gute Begleitung von Eltern im Umgang mit Digitalisierung im Fokus. Der Workshop bietet die Gelegenheit, sich über die Probleme, aber auch den Mehrwert der Digitalisierung auszutauschen. Es werden Beispiele vorgestellt, wie digitale Kompetenzbildung gelingen kann und welche ganz konkrete Unterstützung die Elternbegleitung für Familien hier einbringen kann.

Workshop-Team:
Ulrike Stephan, Dipl. Pädagogin, Trainerin, Referentin
Dr. Lena Rosenkranz, ECN-Projekt „ElternChanceN Kinderhaus Springmaus in Hamburg Allermöhe“ (DRK Hamburg Kinder- und Jugendhilfe gGmbH)

 

Knapp ein Fünftel der Familien in Deutschland machen die Allein- und Getrennterziehenden mit minderjährigen Kindern aus. Die Prognose zeigt, dass die Anzahl weiter ansteigt. Die Allein- und Getrennterziehenden stehen vor der Herausforderung den Alltag mit Kindern, den Haushalt und das Verdienen des Lebensunterhalts alleine zu meistern.

In diesem Workshop sollen die Fragen im Vordergrund stehen: Was brauchen die Alleinerziehenden und wie können sie bestmöglich unterstützt werden? Der Bund und die Länder bieten unterschiedliche Hilfen an. Welche sind das und welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es über die finanzielle Förderung hinaus? Der Workshop bietet die Gelegenheit, sich über die Unterstützungspalette für Alleinerziehende auszutauschen.

Workshop-Team:
Dr. Lena Correll, EHB Kompetenzteam „Frühe Bildung in der Familie“
Mary Dierssen, Fachkraft Elternbegleitung „SelbstLernVerbund - Elternchancen in der Gartenstadt Süd“ (Vereinigte Evangelische Gemeinde Bremen Neustadt)

 

Die Fotodokumentation des Workshops können Sie hier herunterladen.

Der renommierte Poetry Slammer Lars Ruppel war während der gesamten Netzwerkkonferenz "Gemeinsam vernetzt für Familien" als aufmerksamer Zuhörer dabei und hat sich von den vielfältigen Eindrücken und den berührenden Geschichten inspirieren lassen.

Die facettenreiche Welt der Elternbegleitung hat er in Worte gekleidet und sie uns in seiner einzigartigen poetischen Art näher gebracht.

Sein "Gedicht" können Sie hier herunterladen.

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